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UDO SCHENK

Udo SchenkDer im Jahre 1953 in Wittenberge geborene und an der Theaterhochschule Leipzig ausgebildete Schauspieler Udo Schenk war zehn Jahre von 1975 bis 1985 am Maxim-Gorki-Theater in Berlin engagiert und flüchtete 1985 in den Westen.
Seither hat Udo Schenk in über 100 Film- und TV-Produktionen mitgewirkt. Im Kino war er in einer Hauptrolle in "Dach über´m Kopf" und in "Der Geschichtenerzähler" zu sehen. Zu seinen TV Rollen zählen u. a. der ZDF Zweiteiler "Deutschlandspiel", "008-Agent wider Willen" und "Der Richter und das Mädchen". Für die ARD drehte er unter anderem "Jahrestage" und "Besuch aus Bangkok". Mit einer Hauptrolle wirkte er in "Delta Team: Absturz", in "Schwarzes Blut" und unter der Regie von Hajo Gies in "Die Glocke von Amelung" mit. Wenn es die Zeit zu lässt, besucht er seine Heimatstadt Wittenberge und gibt Vorlesungen.

WILHELM HARNISCH

In der Lindenstrasse 9 in Bad Wilsnack hängt eine Tafel mit der Inschrift: "Hier wurde Dr. Wilhelm Harnisch am 28. August 1787 geboren." Wilhelm Harnisch war einer der bedeutendsten Führer auf dem Gebiet der Pädagogik am Anfang des 19. Jahrhunderts. 1806 fungierte er als deutsch - französischer Dolmetscher zwischen dem Bürgermeister Wilsnacks und den französischen Besetzern. 1808 lernte Harnisch den Begründer und Schöpfer des deutschen Turnens Ludwig Jahn kennen. Beide Männer verband eine jahrelange Freundschaft. Beide setzten die Ideen Pestalozzis in die Tat um. Sie halfen, aus der "Dressuranstalt der alten Schule" eine neue Erziehungsschule zu schaffen. Am 15.08.1864 starb Dr. Wilhelm Harnisch in Berlin. Er war: Verfasser einer Vielzahl hochgeschätzter pädagogischer Werke bahnbrechender Seminardirektor in Weißenfels in Sachsen Superintendent und Direktor der Theologie in Elbei in Sachsen Doktor der Theologie an der Universität Königsberg 1834 erhielt er den Roten-Adler-Orden

MAX ZEISIG

Max Friedrich Daniel Zeisig wurde am 24. September 1867 in Perleberg geboren. Nach dem Studium an der Münchener Akademie der Bildenden Künste war er in Perleberg und Berlin als Fotograf und Maler tätig. Durch seine qualitätvollen Fotoarbeiten für das Projekt der Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg erwarb er sich allgemeines Ansehen. Er starb am 18. April 1937 in Perleberg.

MARIANNE HOPPE

Marianne Hoppe wurde am 26. April 1911 in Rostock geboren. Die Schauspielerin verlebte ihre Kindheit im Gut Felsenhagen bei Pritzwalk, das ihr Vater Gustav Hoppe 1910 erworben hatte. Seit 1928 spielte sie am Deutschen Theater in Berlin, bevor sie 1930 nach Frankfurt am Main und schließlich zu den Münchener Kammerspielen ging. Die große Charakterschauspielerin war von 1939 bis 1946 mit Gustaf Gründgens verheiratet.

 

 


FRIEDRICH LUDWIG JAHN

Friedrich Ludwig Jahn wurde am 11. August 1778 in Lanz bei Lenzen geboren. Im Frühjahr 1811 schuf Turnvater Jahn den ersten Turnplatz Deutschlands, nachdem er zusammen mit Karl Friedrich Friesen die körperliche Ertüchtigung in den Schulen eingeführt hatte. 1864 errichteten die Turnvereine der Ost- und Westprignitz in Lanz ein Denkmal für den Turnvater, 1911 der Turnverein "Germania" in Pritzwalk. Friedrich Ludwig Jahn verstarb am 15. Oktober 1852 in Freyburg a.d. Unstrut.

Der "Turnvater" erfand das Motto "frisch, fromm, fröhlich, frei".


HERMANN BUSSE

Hermann Busse wurde am 25. Februar 1883 in Lütkendorf geboren. Mit Unterstützung des Kammerherrn Günther von Freier auf Hoppenrade und Garz konnte Hermann Busse an der Kunstakademie in Berlin zehn Semester Landschaftsmalerei studieren und wurde später einer der großen deutschen Landschaftsimpressionisten. 1924 siedelte er nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld an den Neckar, wo er von 1934 bis 1945 Bürgermeister war, und dann 1961 nach Heilbronn. Dort verstarb er am 8. Januar 1970.

LOTTE LEHMANN

Lotte LehmannGeboren am 27. Februar 1888, wurde die große Sängerin mit Weltruhm in ihrer Geburtsstadt Perleberg liebevoll "Perleberger Lottchen" genannt. Dies lag wohl daran, dass sie nur wenige Jahre dort verbrachte und sich die Perleberger wohl nur an das kleine Mädchen erinnern können. Der Umzug ihrer Eltern nach Berlin ermöglichtem dem jungen Fräulein dann den ungewöhnlichen Lebensweg, der sie in die Welt hinausführte. Über Berlin und Hamburg konnte sie ab 1914 in Wien als umjubelte Opernsängerin Fuß fassen und Erfolge feiern. Es folgte eine schnelle Karriere mit großen Auftritten in Amerika. Dort brillierte sie am "Metropolitan Opera House" und an anderen Bühnen der Welt als große Dame der Oper. Bis zu ihrem Bühnenabschied im Jahre 1951 verkörperte sie 93 Opernrollen, wie die Sophie im "Rosenkavalier". Danach engagierte sie sich 25 Jahre lang als gefragte Gesangslehrerin und Dozentin an der "Music Academy of the West" in Santa Barbara. Dort verstarb sie am 26. August 1976 als großartige Künstlerin. Ihr zu Ehren findet jedes Jahr die Lotte-Lehmann-Woche statt, die 1998 zu ihrem 110. Geburtstag ins Leben gerufen wurde. Diese seitdem alljährlich stattfindende Woche stellt einen Gesangskurs und -wettbewerb für junge Sängerinnen und Sänger dar. Dem Preisträger wird der Lotte-Lehmann-Förderpreis überreicht.

HERBERT QUANDT

Herbert Quandt Herbert Quandt erblickte am 22. Juni 1910 um 7.30 Uhr in der Pritzwalker Tuchfabrik (Meyenburger Straße 6) das Licht der Welt. Als sein älterer Bruder Hellmut 1927 verstarb war klar, dass Herbert die Unternehmertätigkeiten übernehmen musste. Sein Vater war zu diesem Zeitpunkt mit seiner Akkumulatoren-Industrie (seit 1962 Varta) einer der erfolgreichsten Unternehmer in Deutschland. Nach einem umfassenden Praktikum, in den USA kehrte er nach Deutschland zurück, wo er durch die Naziherrschaft und die Nachkriegsjahre nur Wirkungsmöglichkeiten in Westdeutschland fand. Sein Selbstbehauptungswille ermöglichte ihm den Wiederaufstieg in die Industrie. So wurde er einer der markantesten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegswirtschaft. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1954 erbten Herbert und sein Halbbruder Harald große Unternehmensanteile z.B. an Daimler-Benz und BMW. Als Dr.h.c. Herbert Quandt im Jahre 1982 verstarb, verließ uns einer der ganz Großen, einer der sich um den Wiederaufstieg der deutschen Industrie, also auch um Deutschland, verdient gemacht hatte. Ihm zu Ehren wurde in Pritzwalk eine Grundschule errichtet, die seit dem 25. August 1994 den Namen "Herbert-Quandt" Schule trägt.

HEINRICH GÄTKE

Der gelernte Kaufmann wurde am 19.03.1814 in Pritzwalk geboren. Er war ein naher Verwandter Theodor Fontanes. Der begeistere Maler widmete jedoch sein ganzes Interesse der heimischen Vogelwelt. So ist es nicht verwunderlich, das sich Gätke auch bald einen Namen als Ornithologe, über die Grenzen der Prignitz hinaus machte. Durch die Erforschungen über das Verhalten der Vögel, kam er schließlich nach Helgoland, wo er die "Vogelwarte Helgoland" gründete. Am 1.1.1897 starb Heinrich Gätke auf Helgoland.

GOTTFRIED ARNOLD

Gottfried Arnold, geboren im Jahre 1666, war ein bedeutender Theologe für die Stadt Perleberg. Von 1707 bis zu seinem Tode im Jahre 1914 bekleidete er die Stelle des Superintendenten in St. Jakobi, wo noch heute eine Gedenktafel an ihn erinnert. Er war einer der Wegbereiter der Aufklärung und des Pietismus, Verfasser der berühmten "Unparteischen Kirchen- und Ketzerhistorie". Den Namen diese streitbaren Theologen, Historikers und Philosophen erhielt 1993 das neue Perleberger Gymnasium.

HERMANN GRAEBKE

Am 22. Juli 1833 wurde er in Lenzen als Sohn eines Lehrers geboren. Dort verlebte er seine Kindheit und hätte am liebsten, durch seine Liebe zur Natur bedingt, einen bodenständigen Beruf ergriffen, doch sein Vater war dagegen. Er ging in Lenzen zur Schule und später nach Potsdam. Ostern 1853 kehrte er Potsdam den Rücken und kam nach Putlitz. Der bekannte Dichter gründete einen Gesangsverein und einen Turnverein in Lenzen, die beide seiner Leitung unterstanden. Da er in Putlitz immer öfter knapp bei Kasse war, ging er nach Berlin, wo er glaubte das große Geld machen zu können. Seine Verbundenheit zur Prignitz drückte er in unzähligen Gedichten, Liedern, Sprüchen und Geschichten aus. Eins seiner bekanntesten Lieder ist wohl "Mien Prignitzland".

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